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Familien-Trend: Weniger Kinder, ältere Eltern

Um 12 Prozent mehr Familien wird es bis 2050 in Österreich geben, während die Zahl der Kinder weiter sinkt. Immer weniger Kinder, immer ältere Eltern - so lautet zumindest die Prognose im aktuellen österreichischen Familienbericht.

Der Haupt-Trend: Immer weniger Kinder je Familie, immer ältere Eltern.

Bei der Zahl der Haushalte wird ein starker Zuwachs verzeichnet: Gab es 1951 2,2 Mio. Haushalte, waren es 2007 laut Statistik Austria 3,5 Mio. (+60 Prozent). Fast zwei Drittel aller Haushalte waren 2011 demnach Familien (63 Prozent), 35 Prozent Single-Haushalte und der Rest Wohngemeinschaften und Ähnliches. 

2050 dürfte es dann bereits 4,7 Mio. Haushalte geben - erwartet wird vor allem eine Zunahme von Ein-Personen-Haushalten, sie werden demnach 41,2 Prozent aller Haushalte ausmachen.

Zahl der Familien wächst

Auch die Zahl der Familien ist in den vergangenen Jahren gestiegen: Bei der letzten Volkszählung 2001 wurden 2,2 Mio. Familien verzeichnet. 2007 lag diese Zahl bereits bei über 2,3 Mio. 1981 waren noch 82,9 Prozent aller Familien Ehepaare, 2007 nur mehr 73,6 Prozent - parallel dazu stiegen die Lebensgemeinschaften von 4,1 Prozent auf 13,4 Prozent.

Rund 1,1 Mio. Paare lebten 2011 mit Kindern im gemeinsamen Haushalt. Weiters gab es rund 258.000 alleinerziehende Mütter und rund 44.000 alleinerziehende Väter.

Kinder? Ja, aber

Bis 2050 dürfte die Zahl der Familien laut Prognose auf 2,6 Mio. steigen. Der Anteil der Ehepaare ohne Kinder im Haushalt soll deutlich auf 37,3 Prozent anwachsen. Dies liege vor allem an der Alterung der Gesellschaft, denn ältere Paare hätten in der Regel keine Kinder mehr im Haushalt.

Auch Befürchtungen in Bezug auf die Aufrechterhaltung des Lebensstandards, finanzielle Gründe, fehlende Partner oder gesundheitliche Probleme werden in Umfragen als Argumente gegen Kinder genannt.

Zwar wünschen sich die Österreicher im Schnitt zwei Kinder,...

...doch tatsächlich bekommen Familien derzeit durchschnittlich nur 1,4 Kinder.

Das heißt, die Bevölkerungsanzahl Österreichs reduziert sich auf lange Sicht deutlich, sollte nicht verstärkt auf Zuwanderung gesetzt werden.

Die Familiengründung wird außerdem länger aufgeschoben: Das durchschnittliche Gebäralter insgesamt betrug 1991 27,2 Jahre, 1999 28,9 Jahre und 2011 30,2(!) Jahre.

Scheidungsrate sinkt wieder

Gestiegen ist in den vergangenen Jahren auch die Scheidungsrate - und zwar von 13,8 Prozent im Jahr 1961 auf 40,5 Prozent 1999 und 47,8 Prozent 2008.

2011 dann eine Trendumkehr - mit 17.295 Scheidungen sank die Scheidungsquote auf 43 %. Etwa 14.800 minderjährige Kinder waren 2011 von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

Die gemeinsame Obsorge nach einer Scheidung hat laut Studie positive Auswirkungen auf die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern sowie auch der Elternteile zueinander.

So sei beispielsweise jener Elternteil, der nicht mit dem Kind zusammen lebt, nicht gezwungen, um seine Elternrolle zu kämpfen, was zur Deeskalation beitrage.

Demzufolge wird die 2001 geschaffene Möglichkeit zur gemeinsamen Obsorge von rund der Hälfte der geschiedenen Paare vereinbart.

Österreich bei Familien-Unterstützung top

Als hoch werden die direkten familienpolitischen Leistungen Österreichs im internationalen Vergleich eingestuft. Mit rund zehn Prozent sind sie die drittgrößte Kategorie der Sozialausgaben. 

Im Schnitt schwanken die durchschnittlichen monatlichen Leistungen pro Kind zwischen rund 290 Euro und 350 Euro und sind damit in allen Einkommensstufen etwa gleich hoch.






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