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Geschwister - unsere liebsten Konkurrenten

Sie können die dicksten Freunde sein. Oder die schlimmsten Neidhammel. Und angeblich bestimmen sie sogar unsere Schulnoten. GeschwisterWarum Brüder und Schwester so wichtig für uns sind. 

  

Auch wenn wir das manchmal (oft) gar nicht glauben. Kaum etwas verändert die Welt eines Kindes so sehr wie ein Geschwisterchen.

Wie sehr, dass weiss man vorher nie. Brüder und Schwestern können zum Beispiel die besten Freunde sein.

In Afrika bekommen die Mütter häufig fünf oder sechs Kinder. Wenn sie tagsüber auf dem Feld arbeiten, ist es ganz normal, dass die Kleinen auch beim Babysitten einspringen. 
Beim Volk der Kwa-ra´ae auf den Salomon-Inseln in der Südsee werden die Kinder sogar praktisch von ihren Geschwistern adoptiert. Schon vierjährige Mädchen spielen dort Mutter. 

Klingt doch sehr friedlich! Aber leider sind Geschwister oft auch Konkurrenten. Vielfach beginnt der Ärger schon mit der Geburt.

Viele Erstgeborene sind dann furchtbar neidisch, weil der Neuankömmling mehr Aufmerksamkeit erhält als sie selber. 
Sie knuffen den Kleinen oder nehmen ihm das Spielzeug weg- und der brüllt dafür wie am Spiess: 
“Hilfe, Überfall, ich brauche Verstärkung!”, heisst das. Worauf die Mutter den Jüngsten meist auch gleich verteidigt. 

Solche Streitereien dauern manchmal Jahre. Ja, kaum zu glauben, aber viele Geschwister werden sich ihr Leben lang nicht richtig grün! Manche Wissenschaftler meinen, dass uns dieses Verhalten von unseren Vorfahren vererbt worden ist.

Damals hatten die Menschen mehr Kinder als heute - aber viel weniger zu essen. Häufig reichte die Nahrung nicht für die ganze Familie. Die Kinder mussten dann schlaue - und oft gemeine - Tricks erfinden, wenn sie nicht hungern wollten. Sich beispielsweise bei den Eltern einschmeicheln. Oder aber den kleinen Geschwistern das Essen wegfuttern. 

Heute haben die meisten Kinder bei uns zwar genug zu essen, aber der Neid ist geblieben. Denkt nur an Weihnachten. Da gibt es für Jungen und Mädchen kaum etwas Schlimmeres, als wenn ihre Geschwister ein schöneres Geschenk bekommen.

Eltern verschlimmern die Konkurrenz oft noch, indem sie ein Kind vorziehen. In vielen Gesellschaften ist es besonders angenehm, der älteste Sohn einer Familie zu sein. 
Der Erstgeborene wird nämlich meist Oberhaupt der Familie, oder er erb, falls er königlichen Blutes ist, sogar den Thron des Vaters. Ein Leben in Saus und Braus! Zweit- und Drittgeborene müssen sich unterordnen und in seinem Schatten leben. 

Der amerikanische Forscher Frank Sulloway glaubt, dass die Konkurrenz unter Geschwistern sogar unser ganzes Leben bestimmt. Der Psychologe hat mehr als 20`000 Schwestern und Brüder untersucht und dabei einen Berg an Unterschieden gefunden.

So waren die ältesten Kinder in einer Familie meist pflichtbewusster und besser in der Schule als die jüngeren - und wurden öfter Regierungschefs, Nobelpreisträger oder Piloten. Hingegen reisten die Jüngeren oft als waghalsige Entdecker um die Welt. 
Der Naturforscher Alexander von Humboldt beispielsweise kämpfte sich mit Begeisterung durch den südamerikanischen Urwald, während sein älterer Bruder Wilhelm, ein Stubenhocker, sich am liebsten zu Hause hinter dem Schreibtisch aufhielt. 

Wie kann man das erklären? Jüngere Kinder wollen oft anders sein als ihre älteren Geschwister, um sie übertrumpfen zu können, sagt Sulloway.

Nehmt mal an, die älteste Tochter spielt toll Klavier. Dann wäre es von der jüngeren dumm, auch Klavier spielen zu wollen. Da Wäre sie ja nur die Zweitbeste. Deshalb lernt sie dann vielleicht Geige oder Flöte. Oder werden Entdecker, und reisen um die Welt.

Und dennoch: Mit unseren Geschwistern verbindet uns, abgesehen von den Eltern, die längste Beziehung unseres Lebens. Sie kennen unsere Stärken und Schwächen wie kaum jemand anders.





Factbox

Wer wieviele Kinder bekommt  

Die meisten Familien in Europa haben nur wenige Kinder, während bei Familien in armen Ländern oft fünf oder mehr Geschwister herumspringen.  

Dafür gibt es mehrere Gründe:  

In Europa arbeiten viele Frauen und haben wenig Zeit, Kinder aufzuziehen, während etwa in Pakistan die Mütter meist Haus-frauen sind. In vielen Gegenden Afrikas und Asiens können Frauen keine Verhütungsmittel kaufen und werden oft ungewollt schwanger. 

Ausserdem wünschen sich Eltern dort Kinder als Altersversorg-ung, ihre Kinder sollen sie später mal ernähren sie dann, wenn sie nicht mehr arbeiten können.  

In ein paar Ländern bestimmt auch der Staat die Familien-planung, wenn auch nicht immer mit Erfolg. So müssen Eltern in China mit Strafen rechnen, wenn sie mehr als ein Kind bekommen...
Beispiele:
BRD 1,3 Kinder/FamilieIta 1,3 Kinder/FamilieChina 1,8 Kinder/Fam.USA 2,1 Kinder/Fam.Pakistan 4,8 Kinder/F.Nigeria 5,8 Kinder/F.









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